Liebe Festteilnehmerinnen,
Liebe Festteilehmer
Aus dem Aufschrei, der dem Anfang eines altbekannten Gedichts entnommen wurde, spüren wir förmlich eine Angst: Die Angst vor der zerstörerischen Kraft des Feuers. Wer eine Feuersbrunst aus nächster Nähe miterlebt hat oder sogar daran Schaden genommen hat, dem stecken Schrecken und Angst noch lange, oft bis ans Lebensende, in den Knochen.
Feuer – ein Schreckgespenst.
In ähnlicher Weise sehen dies die Affen in Walt Disneys Dschungelbuch mit Mowgli, dem Urwaldkind. Bestürzt entdecken sie, dass Baluu, der Bär, von Mowgli, dem Menschenkind, in die Geheimnisse des Feuers eingeweiht werden möchte. Baluu ist ein Träumer. Er träumt davon, dass er dank dem Feuer die Macht über den Urwald ergreifen kann. Er will Macht durch Feuer!
Dass dies Baluu verwehrt bleibt, denn er verbrennt sich dabei die Tatzen, nehmen die Affen mit Genugtuung zur Kenntnis.
Aber ist es nicht gerade der "feurige Eifer", den wir unseren Politikern wünschen, wenn sie sich in Bern oder anderswo mit brennendem Interesse an die Aufgabe machen, eine Lösung zu einem Problem suchen, Lösung, von welcher wir hoffen, dass sie unseren Erwartungen entspricht, uns aber nichts kostet?
Diese Lösung soll von Realismus gefärbt sein, sie soll Bodennah sein. Deshalb sollen und dürfen unsere Politiker nicht Angst davor haben, sich bei der Ausführung ihrer schlussendlich selbstgewählten Funktion gelegentlich die Finger zu verbrennen.
Lösungen sind also gefragt. Da bringt es nichts, wenn sich ein Politiker als Selbstdarsteller ins Rampenlicht der Öffentlichkeit begibt, und dabei kläglich vergisst, dass er eigentlich als Volksvertreter, als Vertreter einer Gemeinschaft, gewählt und entsandt wurde.
Das Gleiche gilt natürlich auch für die Industrie und Wirtschaft. Oft stellen wir fest, dass Oberhäupter von Unternehmen lieber nichts unternehmen, weil es zu heiss ist. Zum Glück gibt es aber bei den Industriellen, wie auch bei den Politikern, insbesondere aber auch bei Presseleuten immer wieder Personen, die sich nicht sich nicht davor scheuen, heisse Eisen anzurühren mit dem Risiko, sich hin und wieder halt die Finger zu verbrennen.
Bleiben wir aber noch ein wenig bei Mowgli. Mit einem brennenden Ast gelingt es ihm schlussendlich, den von ihm so geliebten Dschungel vom gefürchteten Tiger Sher Khan zu befreien.
Etwas zeigt dieser Teil der Geschichte auf: Ein Einzelner, eine kleine Minderheit also, brüllt laut, zeigt seine Krallen und schon duckt sich der ganze Urwald, weil seine Gewalt gefürchtet wird!
Kommt uns dies nicht irgendwie bekannt vor? Muss es immer so sein, dass sich die grosse Mehrheit vor einer kleinen, maulenden Minderheit in eine Ecke drängen lassen muss, nur weil diese lauter schreit, oft auch mit Gewalt etwas erreichen will, von dem die Mehrheit nichts wissen will? Nein, so darf es doch nicht sein!
Mowgli zeigt es uns: Er hat den anscheinend aussichtslosen Kampf gegen eine, so scheint es, übermächtige Macht aufgenommen. Er setzte dabei sein Leben aufs Spiel, aber er nimmt das Wagnis auf sich, sich selber zuliebe, aber auch, um die übrige Urwaldgemeinschaft von der steten Bedrohung einer Minderheit – und möge sie Tiger heissen – zu befreien.
Mowgli setzt das Feuer als Waffe ein! Tatsächlich wurde nicht nur im Altertum und im Mittelalter das Feuer als Kampfmittel eingesetzt, indem Befestigungen aller Art mit brennenden Bomben beworfen und so in Brand gesteckt wurden. Danach war es oft ein Leichtes, die belagerte Stadt oder Festung einzunehmen. Das Feuer setzte als Kampfstoff die Bevölkerung in Angst und Schrecken, welche keine andere Wahl hatte, als sich gemeinsam gegen diese Feuersbrünste zu wehren, denn alleine hatte keiner auch nur die geringste Chance!
Sich mit Feuer für eine Sache einzusetzen: Im obigen Beispiel wird die negative Seite aufgezeigt, die positive Seite zeichnet jene aus, welche keine Mühe scheuen, um ihrem Ziel näher zu kommen und wenn sie dafür durchs Feuer gehen müssen.
Und wie wurden im Mittelalter nur schon Warnmeldungen übermittelt?
Die Geschichte erzählt uns zum Beispiel die Schlacht vor Moorgarten: "Falls den Feind ihr erblicket, Höhenfeuer anzünden ihr sollet". Klar, damals lief noch nicht jeder mit einem Handy am Ohr herum, obschon die Appenzeller schon lange den Vorfahren des Ohrhörers erfunden hatten, den sie allerdings ins Ohrläppchen und nicht ins Ohr steckten.
Die alten Eidgenossen bauten auf den Anhöhen Holzstösse auf, welche sie bei Gefahr in Brand setzten und damit ihre Genossen über weite Distanzen warnen und alarmieren konnten. Ein System, das sich bewährt hatte. Dabei war aber die Gemeinschaft auf einige Wenige angewiesen, nämlich auf die Wächter, welche den Feind beobachteten und einschätzen. Die Wächter wiederum waren darauf angewiesen, dass ihre Genossen die Feuerzeichen sahen und sich gemeinsam der Gefahr stellten, denn in ihrer kleinen Zahl hätten die Wächter keine Chance gehabt.
Das Feuer, sonst ein zerstörerisches Element, wurde damit zum Übermittlungsmedium.
Winnetou und Old Shatterhand hätten an dieser Verwendung des Feuers nichts einzuwenden gehabt, setzten doch die nordamerikanischen Indianer Rauchzeichen als Kommunikationsmedium ein und schon damals galt: "Wo Rauch ist, ist auch Feuer!"
Viele von Ihnen kommen vielleicht gerade aus den Ferien von irgendeinem Mittelmeer-Strand zurück, wo sie alte, zum Teil noch sehr gut erhaltene Feuertürme besichtigen konnten. Diese dienten zum einen den Seeleuten als Leit- und Warnsystem – sozusagen ein Vorgänger der heutigen Leuchttürme also – warnten Anderseits aber auch die Küstenbewohner vor Überfällen durch Piraten und ähnlichen Feinden.
Wer einmal zur See gefahren ist, weiss, wie sehr die Seeleute die Leuchtfeuer schätzen. Tatsächlich kann ein geübter Seemann ein solches Leuchtzeichen sehen, erkennen und richtig deuten, lange bevor es eigentlich sichtbar sein dürfte. Dazu vertraut er sich und seine Mannschaft oder seine Passagiere in der Regel einem einzigen Mann an, um den Weg zwischen Klippen und Untiefen zu finden. Eigenartig, dass auch hier wiederum ein Einzelner für Viele einsteht.
Das Feuer – sogar ein Lebensretter?
Wie oft werden gerade Flächenbrände dadurch bekämpft, dass der "feindlichen" Feuerbrunst eine "freundliche" Feuerfront entgegengesetzt wird, mit welcher die angreifende Feuerfront neutralisiert wird. Kraft gegen Kraft? Gewalt gegen Gewalt? Hier hilft es nichts, mit Wenn und Aber zuerst alle Vor- und Nachteile abzuwägen, alle Sicherheiten aufzutischen und festzulegen, die Feuerwehrsleute haben meist nur ganz wenig Zeit zum Überlegen und Handeln. Die Macher sind gefragt.
Auch die Natur selber setzt oft das Feuer ein, um Abgestorbenes in Dünger zu verwandeln und Platz für Neues zu schaffen. Dies ist bei den Steppenbränden zum Beispiel in Afrika und Australien besonders zu beobachten.
Wussten Sie übrigens, dass die Krähen in Australien mit ihrem Schnabel brennende Zweige in vom Feuer verschonte Wiesen tragen und diese so in Brand setzen? Ist das hohe trockene Gras einmal abgebrannt, kommen sie auf diese Weise leichter an ihre Nahrung heran.
Das Feuer wird für sie sogar zum Lebensspender.
Feuer hat damit sogar auch einen regenerativen Charakter. So wird doch auch von der reinigenden Wirkung des Feuers gesprochen, sei es im reellen Sinn, sei es in der bildlichen Darstellung. Gerade die asiatischen Völker erkennen in der Feuerbestattung eine Reinigung des Unsterblichen, welche unbedingt vorgenommen werden muss. Diese Handlung ist bei diesen Völkern tief und unerschütterlich in ihrem Glauben verwurzelt.
Bezeugen wir durch den sprachlichen Bezug auf das Feuer nicht aber oft auch die ebenso tief verwurzelten Freundschaftsbande oder das unerschütterliche Vertrauen, das uns mit jemandem verbindet: "Ich würde für ihn die Hand ins Feuer legen" oder "Ich würde für ihn durchs Feuer gehen".
In beiden Fällen wird das Feuer zum Symbol für etwas, das uns im Inneren bewegt, etwas, das wir sehr stark fühlen, aber kaum ausdrücken können.
Und wie lässig ist es doch, im Familien- oder Freundeskreis um ein Cheminee-Feuer oder um ein Lagerfeuer zu sitzen, die Flammen zu betrachten und dabei – oft fast ungewollt – besinnlich in sich zu gehen. Die Flammen, die uns durch ihre Energie äusserlich erwärmen, erwecken aber auch durch ihr wildes herumtanzen und ihre Farbenpracht innerlich warme Gefühle, die wir kaum beschreiben können. Und gerade in dieser Situation, in welcher wir in uns hineingehen, freuen wir uns, wenn wir dies in einer uns vertrauten Gemeinschaft tun können.
Und wenn wir vorhin gerade von den Ferien gesprochen haben: Wie viele freuen sich doch, der kleinen, engen Schweiz endlich den Rücken kehren zu können, um die grosse weite Welt zu erforschen. Haben Sie im Ausland, ja sogar in Ferien nicht auch schon den Ausspruch gehört: "Ach, zu Hause ist es doch am schönsten", oder "Wenn wir nur schon wieder daheim wären". Daheim, in dieser immer noch gleich kleinen, engen Schweiz! Oder ist sie etwa gar nicht so eng und klein?
Sie haben es gespürt: Ich habe die verschiedenen Facetten des Feuers in einigen Worten dargestellt. Feuer als Zerstörer, Feuer als Macht, Feuer als Lebensspender, Feuer als Vertrauenssymbol.
Dieses Beispiel, wie wir ein Thema in verschiedenen Facetten sehen können, soll uns zeigen, dass unsere geistige Flexibilität nicht beim lesen und schreiben – rechnen und Ausführung unserer beruflicher Tätigkeit aufhört, sondern auch dazu benützen die verschiedenen Facetten von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Ansichten, Meinungen und Themen zu sehen.
Wie beim Feuer kann man in der Veränderung in der wir uns laufend befinden, nur den Zerstörer sehen – die Veränderung hat aber auch noch andere Facetten, die des Lebensspenders und Vertrauenschaffenden.
Veränderung erleben wir jeden Augenblick. Veränderung bedeutet Bewegung – und Bewegung heisst Leben. Diejenigen die Angst haben vor der Veränderung, haben somit auch Angst vor dem Leben – sie sollten sich merken: "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit"!
Etwas Anderes haben Sie auch herausgehört: Wie oft ist ein Einzelner für uns da, um uns zu schützen, um uns zu führen. In jedem einzelnen Beispiel konnten Sie erkennen, dass die Gemeinschaft – würden wir dies heute "Die Gesellschaft nennen?" – ohne eine starke Führung nicht auskommt!
Aber Sie konnten auch erkennen, dass diese noch so starken Leader – um einen neudeutschen Ausdruck zu nehmen – ohne uns, die Gemeinschaft, die Gesellschaft, nicht viel weiterkommt!
Baluu, der Träumer, sah sich schon als Mächtiger des Dschungels mit dem Feuer in seiner Pratze.
Mowgli war da realistischer. Im Kampf gegen den Tiger hat er seine Chance erkannt, Ohnmacht hätte ihm nicht viel genützt, er musste sich entscheiden und zwar schnell, heute würden wir sagen, rationell.
Für die Affen, welche im Feuer – und im Kampf gegen den Tiger – ein hoffnungsloses Risiko sahen, waren eben diese Risiken und Nebenwirkungen halt doch zu gefährlich.
Drei ganz unterschiedliche Naturen, die wir nicht nur in diesem Märchen, sondern in unserem täglichen Leben antreffen:
Der Träumer: Seine Aufgabe besteht darin, in die Zukunft zu schauen. Sein Job ist das Träumen. Dabei kennt er keine Grenzen. Er ist kaum realitätsbezogen. Seine Träume sind oft Visionen, Visionen, die er selber nie wird realisieren können. Auch das Potential an verbrannten Fingern kommt ihm nicht im Traum in den Sinn.
Der Realist: Er erkennt die momentane Situation. Er kennt alle Fakten der Gegenwart, aber wie ist es mit der Zukunft. Ach ja, das sehen wir später...
Der Kritiker: Als Zögerer, als Zweifler, der ganz wie die Affen nicht vorwärtskommen wird, weil er zu allem ein Wenn, ein Aber oder auch grosse Plakate hat. Alles muss zuerst abgewogen sein, alles muss stimmen, ganz wie dies vom Buchhalter verlangt wird. Und ganz wie der Buchhalter denkt und rechnet er nur vergangenheitsbezogen.
Aber die Geschichte von Mowgli lehrt uns eines: Alle drei Typen sind unzertrennlich. Gemeinsam meistern sie die wildesten Situationen, bis zum Happy End.
Auseinandersetzung und Diskussion zischen diesen drei Typen sind also notwendig, wenn diese Dreiergemeinschaft vorwärtskommen will.
Übrigens: Haben sie sich auch schon mal gefragt, wer da in ihrem Kopf spricht? Es sind dies genau diese drei Stimmen.
Interessant erscheint mir, dass damals auf dem Rütli ebenfalls drei Menschen den Eid abgelegt haben, der bis heute von grosser Bedeutung ist.
Ist es nicht auch so in der Weltpolitik? Braucht es dort nicht auch diese drei Grundtypen, welche miteinander reden, Visionen, Realitäten und auch Vergangenes in die Waagschale werfen, um dann vernünftig entscheiden zu können. Und so stehen wir in der Schweiz mit dem Dauerbrenner – da haben wir das Feuer nun schon wieder – Europa mitten in dieser Situation. Wie waren doch die alten Eidgenossen: "Hütet Euch vor Morgarten!" Wachsam, ja fast misstrauisch gegen alles Fremde. "Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!" Doch unter ihnen gab es auch Visionäre, welche über ihren Hügel, über ihren Horizont herausschauten und die Geschichte zeigt uns, dass gerade die alten Eidgenossen sich mit anderen Ständen – das waren doch auch Fremde – zusammenrauften und Bündnisse abschlossen. Wachsam sein, wachsam bleiben verhindert niemanden daran, etwas für die Zukunft zu tun, weltoffen zu sein und zu bleiben.
Die Geschichte mit den drei Grundtypen kommt mir übrigens vor wie der dreibeinige Tisch: Ungeachtet der Beschaffenheit und der Lage des Bodens steht dieser dank seinen drei Beinen sicher da. Wehe aber, wenn ihm ein Bein ausschert, dann ist die Katastrophe perfekt.
Oft, viel zu oft müssen wir beobachten, wie in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft mit Wort und Waffe gekämpft wird – jede Partei fest entschlossen zu gewinnen, dabei aber vergessen, dass dabei auch Verlierer entstehen, dass die Gewinner sich selber das dritte Tischbein wegschlagen.
In wenigen Minuten werden wir uns gemeinsam unserem 1. August-Feuer zuwenden. Ein Feuer, welches symbolisch für etwas steht, das für uns Schweizer seit langem eine Selbstverständlichkeit ist, die wir oft vergessen: Unsere Freiheit, unsere Selbständigkeit, unsere Unabhängigkeit. So wie vor vielen hundert Jahren solche Feuer die Eidgenossen untereinander verbunden haben, so soll dieses Feuer uns heute hier untereinander verbinden. Ja, wir dürfen heute noch mit Stolz Patrioten sein, denn jeder der seine Heimat gern hat und an ihr arbeitet – wie die Organisatoren der gestrigen Beach-Party - ist ein Patriot. Dieser Stolz darf uns aber nicht dazu führen, dass wir schlussendlich durch staatspolitische Grenzen an unsere eigenen Grenzen stossen. Wer glaubt, sich durch eine Mauer gegen aussen abschirmen zu können, um dadurch seine Freiheit und seine Selbständigkeit zu bewahren, irrt sich gewaltig. Von Aussen nämlich könnte er erkennen, wie sehr er sich selbst eingeschlossen hat!
Behalten wir diesen Gedanken an die Selbständigkeit, an die Freiheit, in uns. Lassen wir diesen Gedanken in uns wachsen und wachsen wir selber damit. Bringen wir diesen Gedanken zum Wort und dieses Wort zu einer Aussage, zu einer Tat. Wir werden sehen, wie wir daran weiter wachsen und mit uns schlussendlich die Gesellschaft. Jeder hat die Verpflichtung, nicht nur ganz einfach vergangenheitsbezogen zu leben und zu handeln, sondern wie der Träumer darf und soll er auch Zukunftsvisionen haben.
Wir konnten vorhin die Musikgesellschaft hören. Wie war es nur schon: Vorne steht einer und schwingt den Dirigentenstab. Ihm gegenüber stehen Leute verschiedensten Alters und verschiedenster Herkunft mit den unterschiedlichsten Instrumenten. Jede und jeder ist in seinem Innersten beherzt, nur das Beste von sich zu geben, auf seine Art. Allerdings: Wenn die Musizierenden nicht wollten, ist der Dirigent machtlos, wenn der Dirigent nicht den richtigen Einsatz gäbe, kommt es zum Chaos.
Wir, die Gesellschaft, sind wie die Musiker, unsere Politiker wie diejenigen mit dem Dirigentenstab.
So wie bei der Musikgesellschaft für eine wohlklingende Musik die unterschiedlichsten Instrumente wichtig sind, so sind auch die unterschiedlichen Meinungen der Mitbürger von höchster Bedeutung und müssen von den Politikern gehört und ernst genommen werden.
Und wenn der mit dem Dirigentenstab nichts taugt, dann wird er halt ausgewechselt.
"Der Aufschwung beginnt im Kopf", dies war der Titel einer Werbkampagne, als es unserer Wirtschaft gar nicht gut ging. Und so wie der Aufschwung im Kopf beginnt, so beginnt auch die Freiheit jedes Einzelnen im Kopf. Springt diese Freiheit dynamisch wie ein zündender Funke vom Einzelnen auf die Gruppe, von der Gruppe zur grösseren Gemeinschaft, zum Land zu Europa und schlussendlich weltweit, dann haben wir es geschafft. Entstanden ist eine Welt, in der jede und jeder voller Respekt und Achtung seinen Mitmenschen und der Natur gegenüber seine Freiheit ausleben kann und so jedes Problem als Herausforderung annimmt und löst - eine Welt in welcher der Träumer, der Realist und der Kritiker wieder über die Sache streiten und nicht Hohn und Spott über Andersdenkende ausschütten.
Das Feuer soll uns deshalb ermuntern, uns jeden Tag für diese Freiheit einzusetzen, bereit zu sein, für unsere Offenheit und Herzlichkeit durchs Feuer zu gehen. Es soll uns auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit verschaffen und ich wünsche mir, dass heute Abend eine kleine Flamme aus diesem Feuer auf Jede und Jeden unter uns überspringt, ein Flamme, die Heute, Morgen und auf lange Zeit in unserem Inneren weiterbrennt.