Die einfache Erkenntnis, dass Worte nicht einfach wirkungslos sind, wird plötzlich wieder ernst genommen. Worte selber besitzen zwar keine Kraft, sie können jedoch in der menschlichen Psyche eine grosse Kraft mobilisieren. Damit meine ich keineswegs nur die Worte von Mitmenschen, die auf uns einwirken. Sie wirken, auch wenn wir uns mit starker Willenskraft gegen das gehörte zur Wehr setzen wie: "Das was du mir sagst, hat für mich keine Bedeutung!" usw. Einer viel grösseren Wirkungskraft bedienen sich die "stillen Worte" - unsere Gedanken.
"Wer plaudert da in meinem Kopf?" Wer sich diese Frage nie stellt, funktioniert wie dies von seinem unmittelbaren Umfeld geprägt und verlangt wird. Die freie Meinungsäusserung fängt nicht erst damit an, auf einem Stimmzettel ein Ja, ein Nein oder eine vorgeschlagene Person zu wählen. Seine Meinung frei zu wählen fängt unter anderem damit an, sich einmal die vollautomatische Gedanken-Maschine unter die Lupe zu nehmen. Mit welchem Rohmaterial wird diese Maschinerie gespiesen? Sind es wirklich unsere eigenen Überzeugungen?
Wenn wir den Gedanken, dass alle mentalen Zustände im Grunde aus Energieformen bestehen, weiter verfolgen, dann halten wir in unserer Erinnerung Energie und nicht Wirklichkeiten fest. Wenn beispielsweise am Flow-Seminar die Teilnehmer aufgefordert werden, darüber nachzudenken, wer ihr Leben lebt, dann antworten alle sehr prompt mit ICH LEBE MEIN LEBEN. Das Leuchten, das einige Stunden später über ihre Gesichter huscht, verrät uns dann, dass sie um eine wichtige Erkenntnis reicher geworden sind.
Denn unsere Überzeugungen, Glaubenssätze und Verhaltensrollen eignen wir uns in frühen Jahren von unseren Bezugspersonen an. Der Nährboden für unser Gedankengut ist angelegt. Diese angeeigneten Überzeugungen, Glaubenssätze und Verhaltensrollen wirken auch dann noch, wenn wir längst eigene Entscheidungen treffen sollen, können und wollen.
Man könnte nun glauben, dass wir unserer eigenen Gedanken-Maschine in unserem Kopf ausgeliefert seien. Dies zu behaupten, wäre weit verfehlt. Wir können lernen, eine persönliche interne Kommunikations-Kultur zu pflegen. Mit dieser neuen internen Gesprächskultur lassen sich festgefahrene Gedankenstrukturen, Wertesysteme und Verhaltensmuster auflösen und ermöglichen es uns, neue Denkräume einzurichten. Am Feuerlauf- oder Flow-Seminar kann die starke positive Wirkung von dieser Vorgehensweise auf eindrückliche Art und Weise direkt selbst erlebt werden.
Wir wünschen Ihnen eine erfüllende Woche voller Glück, Freude und Spass, und bis nächsten Mittwoch