Wissen Sie, wieviele Erfolge und Triumphe, wieviel Spass und Vergnügen Ihnen schon in Ihrem Leben entgangen sind, nur weil Sie sich sagten: "Ich kann das nicht. Dazu bin ich zu dumm, zu ungeschickt, zu wenig begabt, zu alt, ..."? Vielleicht sollten Sie befördert werden, Sie haben den Posten jedoch ausgeschlagen, weil Sie sich nicht zutrauten, der Aufgabe gewachsen zu sein. Vielleicht würden Sie gerne Fremdsprache sprechen, denken aber: "Ich bin nicht für Sprachen begabt." Woher wissen Sie aber, dass Sie der Aufgabe nicht gewachsen oder nicht begabt sind?
In so einem Fall fehlt es Ihnen ganz einfach an Selbstvertrauen – das Vertrauen in sich selbst und in seine eigenen Fähigkeiten. Und warum mangelt es Ihnen daran? Weil Sie ein negatives Selbstbild haben. Das untergräbt Ihr Selbstvertrauen, und das hindert Sie letztlich daran, persönlich und beruflich das zu erlangen, was Ihnen wirklich am Herzen liegt. Während „ich kann nicht“ die Sicht auf Möglichkeiten verschliesst, öffnet „ich kann“ den Blickwinkel und startet die automatische Suche nach Möglichkeiten. Das mag einem als unwesentlich erscheinen, ist es aber nicht, denn erfolgreiche Menschen haben Lösungen, erfolglose Menschen haben Erklärungen.
Man hört immer wieder sagen: „der kann schon reden, er hat eben mehr Talent als ich“, oder „der ist halt begabter als ich“. Talente werden in den allermeisten Fällen massiv überschätzt. Viel wichtiger ist die geistige Einstellung und ob das Handeln danach auch tatsächlich folgt. Wie schon erwähnt, erfolgreiche Menschen haben Lösungen – erfolglose Menschen haben Erklärungen. Während Erfolgreiche so richtig aufblühen, wenn sie von ihren Lösungen sprechen, kommen Erfolglose in Fahrt, wenn sie ihre Erklärungen redselig verbreiten und maulen können. Handeln kommt eben von „Hand“ und nicht von „Maul“.
Egal wie gross Ihr Talent ist, wenn Sie einen brennenden Wunsch in Ihrem Herzen tragen, dann sollten Sie auf ihn hören und mit einem „Ich-Kann-Denken“ nach Möglichkeiten Ausschau halten und ins Handeln kommen. Erfolgreiche Menschen unterscheiden sich nur dadurch, dass sie ihre Fähigkeiten nutzen und sich nicht wie Erfolglose einreden, sie seien zu unbegabt.
Eine Lehrerin machte einmal ein Experiment, das sehr anschaulich belegt, welche Macht das Selbstbild hat. Sie verkündete in der Klasse, dass man herausgefunden habe, dass Menschen mit blauen Augen viel intelligenter sind als Menschen mit brauen Augen. Sie gab den blauäugigen Schülern ein Schild mit der Aufschrift "Blauauge" und den braunäugigen Schülern ein Schild mit der Aufschrift "Braunauge". Was meinen Sie, passierte dann? Die blauäugigen Schüler verbesserten sich daraufhin in ihrer Leistung deutlich, während die braunäugigen Schüler in ihrer Leistung deutlich nachliessen. Nach einiger Zeit ging sie in die Klasse und verkündete, sie habe sich geirrt. Die braunäugigen Schüler seien die intelligenteren und die Blauäugigen die weniger begabten. Nun fielen die blauäugigen Schüler in ihrer Leistung ab und die braunäugigen verbesserten sich.
Wenn unser Selbstbild, also das Bild, das wir über uns selbst haben brüchig und voller Zweifel ist, so hat das immer auch entsprechende Konsequenzen. Wer an sich zweifelt, verurteilt sich oft selbst zum Misserfolg oder schöpft seine Fähigkeiten nicht voll aus. Eine mir persönlich bekannte Geschichte stimmt mich immer wieder nachdenklich, wenn ich sie erzähle. Ein Lehrer sagte einem 15-jährigen Schüler einmal, dieser solle die Schule verlassen, da er zu dumm sei. Der Schüler verliess die Schule und ergriff einen handwerklichen Beruf. 15 Jahre später, im Alter von 30 Jahren, machte er einen Intelligenztest. Es stellte sich heraus, dass er einen Intelligenzquotienten von 160 hatte. Er war also weit überdurchschnittlich begabt.
Fazit: Lassen Sie sich von niemanden einreden, dass Sie etwas nicht tun können – auch nicht von sich selbst!