Die Suche nach Fehlern

Es gibt sie - die Menschen, die ständig auf der Suche nach Fehlern Anderer sind. Dies tun sie mit akribischer Genauigkeit, als ob es dafür einen Oskar zu gewinnen geben würde. Nun - dort, wo Menschen am Werk sind, "menschelt" es halt und passieren Fehler. Nur wo kein "Handeln" ist, kann sich "Maulen" breit machen!

Aber warum soll man sich auf die Unzulänglichkeiten der anderen konzentrieren, wenn es genug eigene gibt, die man beseitigen könnte? Sobald man sich nämlich aus der geistigen Verkrampftheit löst, kann man erkennen, dass Fehler auch nur entwicklungswürdige Punkte sind, die eben würdig sind, entwickelt zu werden.

Es gibt gewiss genug positive Dinge im eigenen Leben und in dem anderer, auf die man sich auch konzentrieren kann, und es gibt genug wichtigere Dinge im Leben, als die Energie mit der Fehlersuche bei anderen Menschen zu vergeuden. Wem die Fehlersuche dennoch Spass macht, kann doch gleich heute damit anfangen, seine eigenen unter die Lupe zu nehmen. Genau genommen hat auch das wenig Sinn, denn es gibt ja doch keinen Preis dafür im Leben für den, der bei sich selbst oder bei anderen die meisten Fehler entdeckt.

Skeptikern und Nörglern ist meines Wissens auch noch nie ein Denkmal gesetzt worden. Daher sei die Frage erlaubt: "Wozu dann Energie damit vergeuden?" Wahre Grösse zeigt sich in dem Masse, wie wir in der Lage sind, die positiven Dinge im Nächsten zu sehen. Dann braucht man auch nicht von den eigenen Fehlern abzulenken, indem man bei Anderen Fehler sucht. Das dient niemanden - dem Nächsten nicht und schon gar nicht Ihnen. Ihnen schadet es sogar am meisten, denn es ist jedes Mal eine gewisse Einheit von Ihrer Existenz, die Sie dafür investieren.

Ach ja – sollten Sie einen Fehler in meinem Text finden, dürfen Sie ihn liebend gerne behalten :-)