Siegen oder verlieren

Immer einmal mehr aufzustehen als hinzufallen bedeutet leben. Hinfallen ist keine Schande, denn das passiert nur jemanden, der sich bewegt und aktiv ist. Ich habe jedenfalls noch nie einen Sportler auf dem Siegertreppchen gesehen, der vor der Ziellinie aufgegeben hat. Es liegt nämlich in der Natur der Sieger, niemals aufzugeben. Im Gegensatz können Aufgeber niemals siegen, weil sie eben vorher schon aufgegeben haben.

Wer siegt, kann also unmöglich vorher aufgegeben haben, und wer aufgibt kann unmöglich siegen. Oft ist nur ein Bruchteil einer Sekunde entscheidend, ob man aufgibt oder weitermacht. In solchen Momenten entscheidet das Motiv darüber, ob jemand aufgibt, oder wieder aufsteht und bis ans Ziel gelangt.

Derjenige, der ein starkes Motiv hat und genau weiss, was er will, der ist schon wieder aufgestanden und macht weiter, noch bevor er richtig realisiert hat, dass er hingefallen ist. Nur wer kein klares Motiv hat, bleibt liegen und sucht am Boden nach Rechtfertigungen, weshalb er aufgegeben hat.

Aufgeber sind wahre Meister darin, äussere Umstände für ihr Aufgeben verantwortlich zu machen. Dabei verwehren sie sich aber den wahren Grund zu erkennen und daraus lernen zu können. Meistens ist es das fehlende Motiv – der stärkste Motor in uns. Aber auch der stärkste Motor nutzt nichts, wenn er keinen idealen Treibstoff hat. Der beste Treibstoff liefert die Vision und die grösste Treibstoffquelle ist immer noch der Traum. Es ist eine eindeutige Sache – Sieger haben immer einen grossen Traum. Aus diesem Traum entwickeln sie sich ein Konzentrat in Form einer Vision, diese treibt ihren inneren Motor, das Motiv an und lässt sie solange weiter machen, bis sie ihren Traum erfüllt haben.

Versichern Sie sich also: haben Sie die Energiequelle Traum richtig angezapft? Haben Sie eine klare Vorstellung (Vision) davon, was Sie wollen? Kennen Sie Ihr persönliches Motiv, warum Sie es tun wollen? Herzlichen Glückwunsch, dann sehen wir Sie ja bald auf dem Siegertreppchen.

Übrigens können Sie ganz leicht feststellen, ob Sie dem Ziel nahe sind. Wenn Sie angegriffen werden, müssen Sie etwas richtig machen, denn nur wer am Ball ist, wird angegriffen. Das konnten gestern die beiden YB-Spieler Doumbia und Schneuwly am eigenen Leib erfahren.