Ein völlig natürlicher Ablauf aller biologischen Organismen ist, nach der Nahrungsaufnahme die verdaulichen von den unverdaulichen Stoffen zu trennen. Mit den Abfallprodukten werden diese unverdaulichen Stoffe von jedem lebendigen Organismus entledigt. Das ist ein absolut natürlicher Vorgang, dem kaum jemand eine besondere Bedeutung zukommen lässt. Das sollten wir aber, denn für jeden lebenden Organismus bedeutet diese Ausscheidung gleichzeitig eine Entgiftung, ohne den er nicht gesund weiter leben kann. All das, was für den Organismus keinen Nährwert mehr hat, ist bloss noch Ballast.
Offenbar meinen viele Menschen, sie könnten der Natur auch hier ein Schnippchen schlagen und verhalten sich prompt in vielen Bereichen gegen diesen natürlichen Verlauf, indem sie die oben aufgeführte natürliche Ausscheidung nur auf Nährstoffe und deren Verarbeitung beziehen.
Was aber ist mit unseren Einstellungen, Verhaltenmustern, Wertesystemen, Glaubenssätzen, Gefühlen und Emotionen? Und wie sieht es im Beziehungsnetz oder mit Gegenständen um uns herum aus? Sollte nicht auch in diesen Bereichen längst Verdautes ausgeschieden werden? Oder Unverdautes endlich mal verarbeitet und ausgeschieden werden – wie es die Natur dafür vorgesehen hat?
Der menschliche Körper wird als etwas Festes und Materielles wahrgenommen. Der menschliche Geist hingegen als nicht greifbar und flüchtig. Das menschliche Verhalten widerspiegelt jedoch ein ganz anderes Bild. Während sich der Körper unentwegt von Abfallprodukten und Giftstoffen entledigt - sonst wäre er nicht überlebensfähig - bleibt vieles in unserem Geist oft über Jahrzehnte hängen und vergiftet die Gefühle und Emotionen. Sei es zu sich selbst, zu Mitmenschen oder zu Gegenständen rund um uns herum.
Stellen Sie sich ruhig einmal einige Fragen:
Es versteht sich von selbst, dass jetzt keine unüberlegten Handlungen folgen sollten. Viel mehr folgt an dieser Stelle ein Aussortieren von „Verdaubarem“ und „Unverdaubarem“. Wie der Körper aus dem Verdaubaren die restlichen Nährstoffe entzieht, so können Sie bei all dem, was Sie bei den vorhergehenden Fragen als „verdaubar“ eingestuft haben, die „Nährstoffe“ entziehen, und das Abfallprodukt mit dem „Unverdaubaren“ ausscheiden. Das schafft Platz für Neues. Was von Altem besetzt ist, kann für Neues nicht genutzt werden.
Ängste, sich falsch zu entscheiden, können einen in dieser Phase lähmen. Jedoch – die falscheste aller Entscheidung ist die Nicht-Entscheidung, dann entscheidet halt die Zeit oder eben jemand Anders.
Das Leben ändert sich unaufhaltsam – ändert sich auch Ihre Geisteshaltung? Durchforsten Sie ruhig auch weitere Bereiche in Ihrem Leben.
Welche Hintergründe gibt es für die innerliche Verweigerung, konkret über eine solche natürliche „Entgiftung“ oder „Ausscheidung“ nachzudenken? Der Auslöser für eine innerliche Verweigerung sind oft Killerphrasen, die einen in der Gewohnheits- oder Bequemlichkeitszone festhält.

Für die Abfallentsorgung im Haushalt zahlen wir – für die geistige „Müllabfuhr“ vielleicht auch, aber es mieft in beiden Fällen weniger, wenn der Abfall aus dem Haus (Körper) ist.
Wir wünschen Ihnen eine erfüllende Woche voller Glück, Freude und Spass, und bis nächsten Mittwoch