Die Lebensfluss-Arbeit

Mit dem Lebensfluss verbinden wir die Zeitlinie, die zeitliche Abfolge von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Lebensfluss, die Zeitlinie ist das System, mit dem unser Gehirn Erinnerungen anordnet. Erinnerungen resultieren aus der Geschichte, die man mit einem Menschen, mit einem Ereignis oder einem Gegenstand hatte. Der Ursprung einer Erinnerung beruht immer auf einer emotionalen Erfahrung, denn erst das, was direkt oder indirekt mit einer Emotion gekuppelt ist, hat für uns eine Bedeutung und wird auch entsprechend registriert. Daraus entstehen unsere Meinungen, Glaubenssätze, Verhaltensweisen und Lebensvorstellungen. Diese formen wir zu einem Gebilde in unserem Gehirn. Bewusst oder unbewusst beeinflussen diese Inhalte unser derzeitiges und zukünftiges Leben. Das Ganze können Sie sich wie eine Art „Computerprogramm“ vorstellen. Dieses arbeitet in unserm Gehirn, ähnlich wie auf einer Festplatte beim PC. Für unser Leben ist dieses „Programm“ enorm wichtig. Wäre dieses „Pogramm“ nicht installiert, hätte dies spürbare Folgen. Sie könnten in der Gegenwart zwischen einer früheren Erinnerung und einem Wunsch oder Ziel in der Zukunft, nicht mehr unterscheiden.

Mit unserem natürlichen Lebensfluss

können wir Blockaden in unserer Vergangenheit auflösen und die blockierte Lebensenergie wieder frei zum fliessen bringen. Ich möchte betonen, dass es sich bei der Lebensfluss-Arbeit nicht um eine Technik oder Therapie handelt, sondern um einen natürlichen Ablauf in unserem System, den wir uns zu Nutzen machen können wenn wir aktiv eingreifen. Greifen wir aktiv in das Geschehen ein, können wir nicht nur die blockierte Energie in unserer Vergangenheit befreien, sondern auch unsere Zukunft nach unseren Vorstellungen gestalten.

Die Arbeit mit der Zeitlinie

oder eben dem Lebensfluss ist keine neuzeitliche Erfindung, nein sie war schon den frühzeitlichen Schamanen bekannt. Schamanismus ist streng genommen ein sibirisches und zentralasiatisches Phänomen. Dementsprechend leitet sich das Wort Schamane auch aus den Sprachen des Ostens ab. (Ostsibirischen, Mongolischen, Turkmenischen). Die Vorsilbe Sha bedeutet Wissen. Ein Schamane ist also in erster Linie ein Wissender, der mehr weiss als andere, weil er mehr sieht als andere, weil er hinter die alltägliche Wirklichkeit, die alle sehen können, sieht.
Vielleicht haben Sie auch schon mal jemanden sagen hören, oder vielleicht sagen Sie das auch ab und zu: „Ich glaube nur, was ich sehe“. Wissenschaftliche Tatsache ist jedoch, dass wir nur sehen, was wir glauben.

Dazu haben wir ein kleines Beispiel

Als Kolumbus mit seiner Armada in der Karibik landete, war keiner der Eingeborenen in der Lage, die Schiffe zu sehen. Obwohl sie auf dem Horizont existierten. Der Grund warum sie die Schiffe nicht sahen, war, dass sie im Gehirn kein Wissen, keine Erfahrung hatten, dass Klipper existierten. Der Schamane bemerkte Wellen draussen im Meer. Aber er sah kein Schiff. Er begann sich Gedanken zu machen, was den Effekt verursachte. Er begab sich jeden Tag raus und guckte. Nach einer Weile konnte er die Schiffe sehen. Nachdem er die Schiffe sehen konnte, erzählte er allen, dass dort draussen Schiffe existierten. Und weil ihm alle vertrauten und glaubten, sahen sie sie dann auch. 

Das klingt zunächst unglaublich

und genau deshalb erscheint es uns nicht als Realität, weil wir es eben nicht glauben, können wir es auch nicht sehe.
Unsere Augen sind nur das Objektiv, der hintere Teil des Gehirns aber sieht, er heisst Optischer-Kortext – wie der Film in einer Kamera. Das Gehirn prägt sich Dinge ein, die es sehen kann. Das ist wichtig. Zum Beispiel sieht eine Kamera viel mehr als wir, weil sie keine Einwände erhebt und keine Urteile fällt. Es ist also so, dass unsere Augen, die Kameras, mehr sehen können, als was unser Gehirn bewusst projizieren kann. Unser Gehirn ist so verkabelt, dass wir nur sehen, was wir für möglich halten. Wir gleichen bereits in uns durch Konditionierungen bestehende Muster ab. Die Geschichte mit den Eingeborenen der Armada von Kolumbus ist ein Beispiel dafür - sie konnten sie nicht sehen, weil sie so was noch nie gesehen hatten.

Wir erschaffen Realität

Wir sind Realität produzierende Wesen. Wir produzieren die Wirkung der Realität immerzu. Wir nehmen etwas wahr, nachdem es im Spiegel des Gedächtnisses reflektiert wurde. Das Gehirn kennt keinen Unterschied zwischen inneren und äusseren Ereignissen. Das erfahren wir immer wieder auf eindrücklich Art und Weise am Feuerlauf. Diejenigen, die noch nie an einem Feuerlauf teilgenommen haben, müssen, um ihre Realität zu schützen, immer wieder auf Erklärungsgrundlagen zurückgreifen, die sie schon kennen. So haben sie eine Erklärung und das beruhigt sie dann, indem sie sich sagen; „ich glaube nur was ich sehe“, aber in Wirklichkeit sehen auch sie nur, was sie glauben.